Wettfahrt durch den Pylonen-Parcours
 

Beim 21. Peiner ADAC-Kartslalom auf dem Pelikan-Parkplatz
 traten 92 Fahrer in verschiedenen Kategorien an

Aufgeregt wuseln die jungen Rennfahrer durcheinander und treffen die letzten Vorbereitungen.
Hier wird noch schnell der Helm gesucht und dort das Maskottchen das letzte Mal gedrückt.
Geschwisterkinder fahren mit ihrem Roller auf der Strecke umher.
Pünktlich um 9 Uhr aber wird es ernst für die Teilnehmer des diesjährigen ADAC-Jugend-Kart-Slaloms:
In sechs Klassen kämpften sie am 1. Mai auf dem Pelikan-Parkplatz in Vöhrum um den Sieg.
Peine-Vöhrum. Gemeinsam gehen die Starter der Klasse eins ein letztes Mal die Strecke ab, dann geht es los.
Das blaue Kart wird in die Startposition gebracht und die erste Starterin setzt sich hinein.
Doch die Beine sind zu kurz und reichen nicht ans Gaspedal.
Was nun? Kurzerhand bringt ein Helfer Kissen und einen zweiten Sitz.
Endlich kann das Mädchen Gas geben und starten.
Die Zuschauer, vor allem stolze Eltern, verfolgen gespannt die Fahrt.
„Vom Motor-Sport-Club Peine im ADAC gehen heute ungefähr neun Teilnehmer an den Start.
Die anderen kommen aus der Welfenpokal-Gemeinschaft“, erklärt Detlef Trappe,
Sportleiter des veranstaltenden MSC. Zusammen mit Clubmitgliedern und Eltern organisierte er den Slalom.
„Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass das Rennen am 1. Mai stattfindet.
Da ist der Parkplatz leer und wir haben alle frei“, sagt er.
Ziel ist es, in einer möglichst kurzen Zeit ohne die aufgestellten Pylonen zu berühren
und auf dem vorgegebenen Weg das Ziel zu erreichen. Sieger seiner Klasse ist der,
der in den beiden Wertungsläufen die kürzeste Gesamtzeit und am wenigsten Fehler hat.
Die Strecke bleibt für alle Klassen dieselbe. „Schließlich kann es mit zunehmender Geschwindigkeit
schneller passieren, dass Pylonen umgeworfen werden“, erläutert Trappe diese Regel.
Aller Fahrer starten mit demselben Kart. „Der Veranstalter hat die Pflicht, ein Kart zu stellen.
Das Ersatz-Fahrzeug haben wir uns von einem anderen Verein geliehen“, erklärt Trappe.
Jeder Fahrer fährt den Slalom dreimal. Die erste Runde dient als Training, die anderen beiden werden gewertet.
Mittlerweile hat sich eine lange Schlange am Meldewagen gebildet.
Die Kartfahrer der nächsten Klassen sind schon eingetroffen und geben ihre Anmeldung ab.
„Bei diesem Slalom muss man sich erst kurz vor dem Rennen anmelden“, erklärt Trappe.
So können auch Kurzentschlossene noch an den Start gehen.
Für mutige Kinder gibt es eine besondere Klasse. Bei den „Anfängern“ kann jeder starten,
der einmal ein Kart fahren möchte. Dabei werden die Fahrer nicht nach dem Alter eingestuft.
„Papa, ich habe eine Nummer ganz hinten gezogen“, ruft ein Junge traurig über den Platz.
Doch der Vater beruhigt: „Dann sind wenigstens die Reifen warm und du hast noch etwas Zeit,
dir die Strecke anzugucken.“ Sichtlich fröhlich geht der Junge weg – und es wird klar,
wie hilfreich an einem solchen Tag ein „Seelentröster“ sein kann.
Bericht PAZ von Tanja Wosnitza

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